Rinter Zelt NEU

Bürogebäude für MA 48 und Wien Kanal

Architektur / Generalplanung: HNP architects ZT GmbH
Bauherr:MA 48 via WKU

RinterNEU überzeugt mit spektakulärer Architektur und Nachhaltigkeit

Am Standort Percostraße 2 wurden auf dem Areal des ehemaligen Rinterzelts Verwaltungs- und Betriebsgebäude für die MA48 und Wien Kanal geplant. Das Gebäude wird von beiden Abteilungen im Sinne der Ausschöpfung von Synergieeffekten gleichermaßen genutzt.

Drei Bauphasen

Das Projekt RinterNEU wird in drei Bauphasen realisiert.
In Phase 1 wurden Verwaltungsgebäude und Flachbunker errichtet.
Phase 2 galt dem Abbruch des Rinterzelts (Juli 2019 bis April 2020)
Phase 3 (April 2020 bis September 2021) umfasst die Bereiche Altwarenaufbereitung & Multifunktionsraum, Garagen, Stellflächen im Freien; Werkstätten und Lagerräume;
Betriebstankstelle, Waschbox, Zufahrts-/Rangierflächen, Grünflächen,Versickerungs-flächen und Einfriedungen.

Ökologische Bauweise

• Warmwasser und Heizung: Der Standort wird mit Fernwärme versorgt, zusätzlich wird eine Solarthermie-Anlage zur Abdeckung von hohem, zeitgleichem Warmwasserbedarf errichtet.
• Klimatisierung: Büroräume werden u. a. über eine Bauteilaktivierung temperiert.
• Lüftung: Eine moderne Lüftungsanlage verhindert Druckverluste und ermöglicht die Rückführung von Wärme und Feuchtigkeit für ein angenehmes Raumklima.
• Beleuchtung: Im gesamten Gebäudekomplex sind energiesparende LED-Leuchten vorgesehen, die teils über das Tageslicht gesteuert werden.
• Photovoltaikanlage: Am Dach des Werkstätten- bzw. Garagentrakts werden hocheffiziente Photovoltaik-Module errichtet.

Vielfältige Nutzung

Das Verwaltungsgebäude beherbergt ausgedehnte Wasch- und Garderobenräumlichkeiten für Wien Kanal und MA48 sowie Labors, Büros und eine Betriebskantine.
Der viergeschoßige Baukörper besteht aus einem breiteren Sockel und einem schmäleren Oberteil. Der zweigeschoßige Sockel beherbergt vorrangig die Umkleideräume und Labors, in den beiden darüberliegenden Geschoße sind hauptsächlich Büroräume für die Verwaltung situiert.
Das Gebäude wurde in Stahlbeton-Massivbauweise mit auskragenden Stahlkonstruktionen und einer vorgehängten Fassade aus gelochtem Aluminiumblech errichtet.
„Im Zuge unserer Tätigkeit als Generalplaner zeichnen wir für die Ausführungsplanung Architektur, Tragwerks-, Haustechnik- und Elektroplanung, Bauphysik, Brandschutz-, Küchen- und Außenanlagenplanung samt Kulturtechnik und Wasserwirtschaft im Rahmen eines MA22-Verfahrens verantwortlich“, betont Architekt Gunther Palme.

Fassade von Sauritschnig

Der Rohbau weist tragende Wandscheiben und massive Parapete in der Außenwandebene auf. Die Rohbaukonstruktion wird an ihrer Außenseite vollflächig verkleidet, um den Wärmeschutz sicherzustellen.
Die Fassaden des Verwaltungsgebäudes wurden bei Sauritschnig in Kärnten produziert und sind als homogene Lochblechoberflächen ausgeführt.
Im Westen kragen die Bürogeschoße über das zweigeschoßige Foyer aus. Diese beiden Bereiche sind als Glasfassaden gestaltet. Im Erdgeschoß und im 1. Obergeschoß im Bereich der großflächigen Garderoben- und Nebenraumzonen wird die Lochblechfassade über die Fensterflächen ausgeführt. Abends scheint das künstliche Licht durch diese Öffnungen hindurch – ein attraktiver optischer Effekt.
Die Grundkonstruktion der Fassade bildet eine zweilagige, gedämmte und hinterlüftete Lochblechfassade. Im Westen wird eine Aluminium-Pfosten-Riegel-Struktur mit Aluminium-Fensterelementen ausgeführt.
In den Bürogeschoßen der Obergeschoße 2 und 3 sowie im Bereich der Labors im Erd-geschoß und im 1. Obergeschoß wurde die Außenhülle als Bandfassade ausgeführt, die entsprechend dem Büroraster mit Fensterelementen ausgestattet ist.
Den Sonnenschutz bilden außenliegende, fix geführte, elektrische Raffstores, die in die
Fassade integriert sind.
Die Fassaden des Foyers sowie die großflächigen, zweigeschoßigen Flächen des Speisesaals wurden in Form einer Aluminium Pfosten-Riegel-Konstruktion gebildet. Der Sonnenschutz erfolgt in diesem Bereich mittels im Isolierglas eingebauten, elektrisch betriebenen Jalousien.
Pfosten-Riegel-Fassaden kommen auch in den zweigeschoßigen Patios im Gebäudeinneren zur Anwendung. Die Verglasung erfolgt in diesem Bereich mit Isolierglas in beidseitiger ESG-Qualität (OG 2) bzw. Isolierglas in absturzsichernder VSG-Qualität (raumseitig im OG 3). Der thermische Sonnenschutz wird über eine entsprechende Glasbeschichtung erzeugt. Entlang der großen Besprechungsräume im 2. OG sorgen raumseitige Verdunkelungseinrichtungen für die Beschattung. Sonnensegel im oberen Abschluss der Patios gewährleisten den notwendigen Schutz gegen sommerliche Überwärmung.

Fakten


Adresse

Objektadresse A-1220 Wien Percostraße 2

Flächen & Mengen

Grundstück: 91.809 m2

BGF: 12.105 m2

NGF: 10.391 m2

Architektur

ARGE Palme ZT – Raster ZT (ab Einreichung)

Zechner & Zechner ZT GmbH (bis Einreichung)

Chronologie

Baubeginn: 03 / 2018

Fertigstellung: 09 / 2021


Galerie

Projektpartner

ÖBB Campus